Was das Wirtschaftswachstum betrifft, wird TTIP Gewinner und – auf europäischer Seite – vor al-lem Verlierer hervorbringen. Zu den Verlierern zählen tendenziell die Lebensmittel- und die Elektrobranche, die metallverarbeitende Industrie und Kommunikationsdienstleister. Gewinnen wird laut Einschätzung der EU-Kommission vor allem die Autozuliefererindustrie.[1]

Sämtliche Analysen über Wachstums- und Beschäftigungseffekte von TTIP gehen von einem Gesamtanstieg des europäischen Bruttoinlandsproduktes von 0,5 bis 1 Prozent aus – allerdings über einen Zeitraum von mindestens einem Jahrzehnt.[2] Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum durch TTIP ist damit nur noch mikroskopisch nachweisbar. Viele TTIP-SkeptikerInnen sprechen aufgrund der geringen statistischen Ausschläge von „Voodoo-Ökonomie“.

Kaum nachweisbare Effekte gibt es auch bei der Beschäftigung. Für Österreich pendeln die Prognosen zwischen einem Plus von 11- bis maximal 20.000 Arbeitsplätzen – wieder über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Die Arbeitslosenrate ist davon so gut wie gar nicht betroffen: Die Effekte sind viel zu gering.

Fazit: Einige Sektoren werden tendenziell von TTIP profitieren, andere verlieren. Die Behauptung der Wirtschaftslobby, TTIP schaffe Wachstum und Jobs, bleibt ein Märchen.


Quellen 

[1] Europäische Kommission (2013): „Impact Assessment Report on the future of EU-US trade relations", S. 40
[2] WIFO (2014): TTIP und ihre Auswirkungen auf Österreich, S.8

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