Mythos 8: Vor allem KMU profitieren von TTIP

Fakt ist: In Österreich exportieren derzeit 2.600 Kleine und Mittlere Betriebe (KMU) ihre Produkte in die USA. Das ist nicht einmal ein Prozent aller 313.000 hierzulande registrierten KMU.[1] Es ist auch extrem unwahrscheinlich, dass deren Zahl durch TTIP steigen wird. Denn nur knapp jedes zehnte KMU ist in einer exportorientierten Branche (Bergbau, Energie‐ und Wasserversorgung sowie Herstellung von Waren) aktiv.

Kleine und mittlere Unternehmen beliefern vor allem regionale Absatzmärkte. Sie würden zu den großen Verlieren von TTIP zählen. Einen Beleg dafür liefert etwa das nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko, das 1994 abgeschlossen wurde. Von 1996 bis 2012 sank der Anteil der KMU in den USA von 15 auf 12 Prozent, während große Konzerne ihre Anteile ausbauen konnten. Es sind also vor allem die Multis wie OMV und Co, die zu den Profiteuren von TTIP zählen würden.

 

Quellen

[1] European Commission (2015): "Small and Medium Sized Enterprises and the TTIP", S.6

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